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Die ersten Tage in Pakistan

Hey, ich bin Linus und ich kümmere mich derzeit um unser Social-Impact-Programm #onebagonechild in Karatschi, Pakistan. Als ich Ende September meine Koffer packte, war ich super aufgeregt, aber auch etwas verunsichert was mich in einem Land wie Pakistan erwarten würde. In einem Buch das ich gelesen habe, beschreibt Hasnain Kazim die Probleme eines Landes ohne Perspektive und die Anschläge, deren Zeuge er wurde. Hasnain wohnte mit seiner Frau zwischen 2009 und 2013 als Korrespondent für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in Islamabad, der Hauptstadt Pakistans.

Die Ankunft

Ich buchte also an diesem Samstag im September meinen Flug gerade einmal vier Stunden vor Abflug, da ich noch immer auf mein negatives Testergebnis warten musste. Am Berliner Flughafen Tegel traf ich dann Georg, einer unserer Gründer. Der Flug in Zeiten der Pandemie war schon etwas merkwürdig. In dem A350 befanden sich nur etwa 50 Passagiere und die Stewards waren vollständig mit Overalls, Brillen und Masken bekleidet. Nach unserer 14-stündigen Reise kamen wir dann am frühen Morgen in Karachi, Pakistans größter Stadt, an. Karachi ist eine 15 Millionen Metropole und liegt an der Küste des Arabischen Meeres. Nach etwas aufgeholtem Schlaf, gings auf zum Sightseeing: Georg ließ uns per Careem, dem lokalen Uber, durch Karatschi kutschieren und zeigte mir die Main Spots, die für mich die nächsten Wochen wichtig werden sollten.

 

Nach meiner ersten Woche waren alle meine anfänglichen Bedenken verschwunden. Ich erlebte ein sehr offenes Land von großer Gastfreundschaft. Jeden, den wir trafen, war sehr interessiert, woher wir sind und was wir in Pakistan machen. Und auch wenn die Wachen mit Maschinengewehren am Eingang vieler Restaurants oder auf dem Rücksitz einiger Pick-Ups auf den Straßen zunächst seltsam wirkten, fühlte ich mich in Pakistan zu keiner Zeit unsicher oder unwohl.

AMN Primary School

Wir verbrachten in den ersten Tagen viel Zeit in unseren Produktionsstätten, um nach unseren Mitarbeitern zu sehen und neue Produkte zu besprechen. Wir trafen uns mit Asad und Fauzea, um den Umzug der AMN-Primary Schule zu besprechen. Seit unseren Anfängen unterstützen wir AMN Primary, welche von Fauzeas Mutter vor vielen Jahren gegründet wurde. Da wir mit unseren derzeit 96 Schülern an der Kapazitätsgrenze sind, suchen wir nach einem größeren Gebäude, um mehr Schüler aufnehmen zu können. Zudem trafen wir uns mit verschiedenen NGOs, die Schulen im ganzen Land betreiben, und untersuchten mögliche Partnerschaften. Nachdem wir verschiedene Schulen gesehen hatten, verständigten wir uns mit The Citizen Foundation (TCF) darauf, Dedicated Donor für zwei weitere Schulen in Karatschi zu werden (mehr dazu in den nächsten Blog-Beiträgen).

 

Produktion in Lahore

An meinem fünften Tag flogen wir mit einigen Arbeitern aus unseren Produktionsstätten nach Lahore, um eine Gerberei zu besichtigen. Dabei handelt es sich um eine der größten Gerbereien Pakistans, die monatlich über 185,000 Quadratmeter fertiges Leder produziert. Sie ist eine der wenigen, die LWG-zertifiziert ist und sich zur Einhaltung der von der Leather Working Group (LWG) festgelegten Umweltstandards verpflichtet hat. Nach dem Besuch und der Inspektion unseres Crazy Horse Leders fanden wir Zeit dei Besichtigung der Badshahi-Moschee. Sie ist mit einer Kapazität von 100.000 Gläubigen die zweitgrößte Moschee in Pakistan und die elftgrößte der Welt mit. Wir waren die einzigen weißen Besucher und waren so ein begehrtes Fotoobjekt. Wir machten zahlreiche Selfies mit einheimischen Besuchern, die alle neugierig waren, was uns nach Lahore gebracht hatte. Am Abend trafen wir uns mit den Gerbereibesitzern zu einem traditionellen pakistanischen BBQ mit viel Huhn und Ziegenfleisch - sehr lecker!

Mehr zu meiner Arbeit und meinen Abenteuern in Pakistan in den kommenden Blogbeiträgen - stay tuned!

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